Mitgliederversammlung 2016

von Katja Stauffer (Kommentare: 0)

Trommeln, Fahnen, Fanfaren und Schalmeien

Der Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde wird immer wieder für Auftritte angefragt / Rückblick aufs gelungene Marktplatzfest 2015.

  1. Schon die jüngsten Herolde zeigten beim Marktplatzfest 2015, was sie können. Foto: Archivfoto: Daniel Fleig

  2. Vom Vorsitzendem Martin Stauffer (links) und der stellvertretenden Vorsitzenden Carmen Schmieder (rechts) im Namen des Vereins und des Verbandes ausgezeichnet wurden: Peter Strebe (Zweiter von links) 

    WALDKIRCH. Durch die vielen Auftritte im Gewand, inner- und außerorts, "habt ihr immer wieder eine hervorragende Außenwirkung und gebt ein gutes Bild unserer Stadt ab": So lobte OB-Stellvertreter Michael Behringer in der Jahresversammlung den Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde. Das Historische Marktplatzfest zog im vergangenen Jahr noch größere Scharen von Besuchern an als in den Jahren zuvor.

    Vorsitzender Martin Stauffer lieferte einen kurzen Jahresrückblick, der später von Vereinschronistin Anika Kern sehr kurzweilig mit allerhand Details ergänzt wurde. 2015 war stark vom 8. Historischen Marktplatzfest geprägt. Für die Vorbereitung habe man sich zuvor alle drei Wochen für Sitzungen getroffen. Das Fest selbst sei dann auch sehr arbeitsintensiv für die Beteiligten und Mitwirkenden gewesen. "Durch viele Helfer konnte es so gut gelingen", hob der Vorsitzende hervor. Beim Fest und danach hätte es durchweg positive Rückmeldungen gegeben. "Wir können stolz darauf sein, was wir da gemeinsam leisten."

    Insgesamt hatten die Schwarzenberger Herolde im vergangenen Jahr 23 Auftritte im Gewand. Unter anderem wirkten sie beim Oktoberfest in München mit, traten am Bodensee auf Einladung einer Schalmeiengruppe auf und bei der Wahl des neuen Oberbürgermeisters in Waldkirch. In jedem Jahr sorgen sie in Waldkirch für das Maiwecken, eröffnen das Kollnauer Fescht sowie im Oktober den Waldkircher Kunsthandwerkermarkt. In alter Tradition besuchen sie den Jahresabschluss in St. Dié im Elsass. Den 700. Auftritt seit Bestehen absolvierten sie zur Eröffnung des Orgelbrunnens.


    Der musikalische Leiter Udo Schmitz versicherte, dass ihn nach acht Jahren Zusammenarbeit die Arbeit mit dem Fanfarenzug nach wie vor begeistert. Der Wettbewerb um den Frankengoldpokal in Neubrunn sei von der Bewertung her zwar nicht so gut gelaufen wie erhofft, doch das müsse als sportliche Herausforderung betrachtet werden und sei nicht wichtiger als die eigenen Konzerte, die immer sehr besucht seien und gut ankommen. Das Doppelkonzert mit dem Posaunenchor habe laut Schmitz deutlich gezeigt, "wie spannend Fanfarenmusik sein kann". Der musikalische Leiter freute sich, dass es seit knapp zwei Jahren ein Besetzungshoch gibt. "Durch die Nachwuchsmusiker und Wiederaufnahmen hat das angezogen." Da alles auswendig gespielt würde, müssten die Proben oft besucht werden, damit es sitzt. Schmitz resümierte: "Musikalisch und organisatorisch läuft die Arbeit gut." Die Trommlerausbildung müsse allerdings neuerdings extern laufen, die Bläserausbildung liefe weiterhin intern.

    Anita Schleer berichtete über die Jugendarbeit und hatte dafür eine aufschlussreiche Power-Point-Präsentation vorbereitet. Der Nachwuchs war im "Mach Blau", erlebte ein Probenwochenende auf dem Ibichhof, nahm teil am Besuch des Mittelaltermarktes in Wittenberg, "bei dem auch die Kleinen im Wams waren", besuchte den Europa-Park und das Spaßbad in Titisee.

    Festwirt Markus Bernasconi zeigte in seinem Bericht deutlich auf, wie oft das Küchenteam alles gibt, damit die Bewirtung bei allen Fahrten, Proben, Festen und Auftritten gesichert ist. Kassiererin Sonja Rombach verwies auf die wichtige Unterstützung durch den Förderverein der Schwarzenberger Herolde. Obwohl die Ausgaben für das Historische Marktplatzfest deutlich höher waren als 2012, bilanzierte sie für den Verein "ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr". Ende 2015 zählte Rombach 51 aktive und 69 passive Mitglieder, fünf Ehrenmitglieder, darunter Thomas Kern als Ehrenvorsitzenden, und zehn Kinder. Da jedoch der finanzielle Druck auf den Verein in den letzten Jahren gestiegen ist (Ausbildung, Fest- und Reisekosten), plädierte der Vorstand für eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und stieß damit bei der Versammlung auf einhellige Zustimmung. Ab 2016 steigt der Jahresbeitrag für Erwachsene auf 40 Euro (von 30), für Jugendliche auf 30 Euro und für Familien auf 80 Euro. Die Ausbildung kostet pro Person 15 Euro im Monat.

    Neuwahl: Wiedergewählt wurden Vorsitzender Martin Stauffer, die Vize-Vorsitzende Carmen Schmieder, Kassenwartin Sonja Rombach, Schriftführerin Marina Maier, die Festwirte Matthias Schmieder und Markus Bernasconi und Beisitzer Stefan Mack. Die Wahl der Jugend fürs Jugendleiterteam, Anita Schleer und Hans Dezulian, wurde bestätigt.



    Ehrungen:
     Stefan Mack bekam vom Verband Südwestdeutscher Fanfarenzüge eine Urkunde für 30-jähriges Musizieren im Fanfarenzug. Er ist zudem auch für die Ausbildung der jugendlichen Bläser zuständig. Ebenfalls vom Verband gewürdigt wurde Susanne Scherer, seit 25 Jahren im Fanfarenzug. Scherer und Mack wurden auch vom Verein geehrt. Zehn Jahre dabei ist Peter Strebe (seit 2012 außerdem Vorsitzender des Fördervereins). Fleißigste Probenbesucher waren Martin Stauffer und Thomas Kern, die meisten Auftritte im Gewand absolvierten Matthias und Carmen Schmieder.

    Ausblick: Für 2016 geplant ist unter anderem ein Sommerkonzert am Stadtrainsee und die Beteiligung am Städtepartnerschaftsjubiläum Waldkirch-Sélestat. Auch Vorbereitungen für den neuen Historischen Jahreskalender laufen.

    Quelle: Badische Zeitung

Zurück

Einen Kommentar schreiben