Seekonzert

von Katja Stauffer (Kommentare: 0)

Herrliche Fanfarenklänge am See

Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde und Endinger Spielmannszug glänzten trotz widriger Wetterverhältnisse.

  1. Seekonzert Schwarzenberger Herolde mit Spielmannszug Endingen am Stadtrainsee Foto: Hubert Bleyer

 

WALDKIRCH. Das 1. Seekonzert des Fanfarenzugs Schwarzenberger Herolde stand aufgrund des schlechten Wetters lange Zeit auf der Kippe. Umso schöner war es, dass das Konzert am Stadtrainsee zu einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Vergnügen wurde. Mit dazu bei, trugen die Gäste des Spielmannzuges Endingen, mit denen die Waldkircher Herolde freundschaftliche Verbindungen pflegen.

Immer wieder ein banger Blick nach oben. Die Wetterprognosen ließen nichts Gutes erwarten, so dass der Fanfarenzugvorsitzende Martin Stauffer am Schluss verriet, dass er schon etwas Bammel hatte, aber die zwei Orchester und die Zuschauer hatten dann doch Glück. Danach sah es zunächst gar nicht aus. Denn da sich dunkle Wolken ankündigten, begann der Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde und der Bürgerwehr Spielmannszug Endingen einige Minuten früher. Wie recht hatten sie, denn es setzte prompt der Regen ein, doch zum Glück nicht allzu lange, so dass die Schirme wieder eingepackt werden konnten. Andere wiederum saßen von vornherein geschützt unter den großen Schirmen auf der Seeterrasse.


Und so konnte das Konzert am Stadtrainsee beginnen, und zwar mit dem gemeinsamen Spiel des Fanfarenzug- und Spielmannszugnachwuchses. Mit "Gruß an Coburg" und "Turnertreue" spielten sie zwei Märsche, die auch bei vielen Umzügen von Spielmanns- und Fanfarenzügen zu hören sind. Danach spielten abwechselnd der gastgebende Fanfarenzug und die Gäste vom Bürgerwehr Spielmannszug Endingen. Moderiert und durch das Programm geführt wurden die Zuschauer von Barbara Kern und von Christian Saar, dem Vorsitzenden der Kaiserstühler Gäste.

Der Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde hatte unter der Leitung von Udo Schmitz anspruchsvolle und schwere Stücke ausgesucht, wie "Sbandieratori", "Königstrompeter", "Ruf des Tigers" bis hin zu bekannten Melodien von Tschaikowski mit den "Tschaikowski-Fanfaren". Die Stücke waren sehr schwierig zu spielen – den Musikern gelang es. Optisch ergänzt wurde das Spiel der Schwarzenberger Herolde durch die Marketenderinnen und Fahnenwerfern. Die Endinger unter der Leitung des jungen Tambourmajors Florian Hall brachten mit der Fanfare und den Trommeln auch Naturtoninstrumente mit, ergänzt mit anderen Trommeln und für Spielmannszüge typisch, den Querflöten. Die Gäste konnten mit ihrem etwas anderen Klangbild begeistern und brachten bekannte Lieder, wie die "Kurpfälzer Jagdgeschichte", zu Gehör. Leicht und locker die Auswahl mit "A new way" und "Copacabana", das ein südamerikanisches Flair herbeizauberte und Endinger Erinnerungen an eine große Reise weckte. Dazu passte auch die "Olympic Fanfare" (Leo Arnaud), mit der Christian Saar die Schlussphase einleitete. Das Besondere an diesem Abend war aber, dass das Stück von beiden Orchestern nach dem Stühlerücken gemeinsam gespielt wurde.

Vervollständigt wurde dieser glanzvolle Schlusspunkt durch den bekannten Ohrwurm "Bolero", ehe die stellvertretende Dirigentin und Ansagerin Barbara Kern sich bei den Zuschauern bedankte, dass sie trotz widriger Wetterverhältnisse zum ersten Seekonzert des Fanfarenzugs gekommen waren und auch blieben. Es dürfte aber nicht das letzte Konzert der Schwarzenberger Herolde am Stadtrainsee gewesen sein.

Quelle: Badische Zeitung

Zurück

Einen Kommentar schreiben